Glaukom (grüner Star)

Glaukom (grüner Star)

Was ist Glaukom?

Glaukom ist eine Augenerkrankung, die meist mit einem erhöhten Augeninnendruck einhergeht und die häufigste Ursache von Erblindung ist. Bei Glaukom wird die Nervenschicht des Sehens unheilbar beschädigt. Obwohl die Erkrankung mit dem Augeninnendruck in Verbindung steht, kann es bei einigen Glaukom-Patienten vorkommen, dass der Augeninnendruck im Normalbereich liegt. Deshalb ist für die Bestimmung oder den Ausschluss einer Diagnose die alleinige Bewertung des Augeninnendrucks nicht ausreichend. Bei den meisten Patienten entwickelt sich die Krankheit schleichend ohne erkennbare Beschwerden wie Schmerzen oder Rötungen und verringert mit der Zeit das Sehvermögen. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache ist eine frühe Diagnose sehr wichtig.  Bei der Diagnose sowie bei der Nachsorge von diagnostizierten Patienten werden Computergestützte Gesichtsfeldtests, Analysen des Sehnervenkopfes und der Sehnervenfasern eingesetzt.

Offenwinkelglaukom

Die am meisten verbreitete Form des Glaukoms ist das Offenwinkelglaukom und tritt in der Regel im hohen Alter auf (50 Jahre). Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Erhöhung des Augeninnendruckes durch ein Ungleichgewicht zwischen der Menge an Kammerwasser, die produziert wird, und der Menge an Kammerwasser, die abfließen kann. Bei normalen Menschen liegt der Augendruckwert in der Regel unter 21 mm Hg. Bei Glaukompatienten ist dieser Wert meist höher. Bei einigen Menschen jedoch kann es auch bei normalem Augeninnendruck vorkommen, dass ein Sehnerv beschädigt wird. Fälle ohne Schäden im Glaukom aber hohem Augeninnendruck werden  als „Augenüberdruck“ bewertet. Die Erkrankung ist heimtückisch. Im Frühstadium der Krankheit wird in der Regel kein Sehverlust bemerkt. Deshalb ist es wichtig, dass man sich mit 40 Jahren einer detaillierten Augenuntersuchung unterziehen sollte und ab dem 50. Jahr sich regelmäßig einmal im Jahr untersuchen lassen sollte. Bei fortgeschrittener Erkrankung kommt es zu größeren Sehfeldverlusten. Nach totaler Beschädigung des Sehnervs folgt die Erblindung.

Engwinkelglaukom

Eine seltenere Form des Glaukoms ist das Engwinkelglaukom. Bei dieser Form kommt es in der Regel zu einer Erhöhung des Augeninnendruckes durch eine Behinderung im Abfluss des Kammerwassers. Der Augeninnendruck steigt plötzlich bis auf 40-45 mmHg an. Dieser Anstieg erfolgt sehr schmerzhaft. Begleitet von Übelkeit und Erbrechen sieht der Patient verschwommen. Es muss dringend behandelt werden und kann dauerhafte Blindheit verursachen. Bei einem Teil der Patienten entwickelt sich der Winkelschluss langsam über mehrere Jahre.